Elektrolok 150 124-8 DB Cargo

Märklin 150 124-8 – #37851

Diese Märklin-Lok aus dem Jahr 2011 ist ein Modell der inzwischen vollständig ausgemusterten Baureihe 150. Es ist eine schwere Güterzuglokomotive der Deutschen Bahn AG in verkehrsroter Grundfarbgebung. Die Baureihe 150 war die größte Bauart der Einheits-Elektrolokomotiven aus dem Neubauprogramm der 50er-Jahre, deren Nachfolger, die Baureihe 151 heute noch auf den Schienen anzutreffen ist. Hier ist die Umbauversion mit rechteckigen Klatte-Einzellüftern, Doppellampen und ohne Regenrinne im Betriebszustand um 2000 dargestellt.

Hier zeige ich den Umbau auf einen Vollsounddecoder, wobei ich einen Trix Werksdecoder einer T44 (Trix 25945) als Basis nehme. Denn die neuen auf dem mSD/3 basierenden Werksdecoder lassen sich mit einem kleinen Trick mit beliebigen Soundprojekten von Märklin bespielen.

Die hier gezeigte 150 124 ist die Märklin #37851. Nachdem Märklin um 2009 den legendären Sinus-Motor beerdigte, wurden einige, bisher mit dem SoftDrive Sinus-Motor ausgestattete Modelle auf Glockenakermotor umgestellt, die ähnlich gute Fahreigenschaften aufweisen wie die Sinus-Motoren. Da die Glockenankermotoren keine besondere Treiberelektronik benötigt, ist ein Umbau auf einen anderen Decoder sehr einfach.

Die Märklin 37851 ist ab Werk mit Telex-Kupplungen, beidseitig warm-weißem LED-Spitzenlicht und roten, schaltbaren Schlusslichtern ausgestattet. Außerdem ist ein serielles Soundmodul mit einem einfachen Lokpfiff verbaut, welches über AUX1 angesteuert wird. Die Telex-Kupplungen werden über die SUSI-Schnittstelle SUSI-F15 angesteuert.

links ein großes Lautsprechergehäuse, mfx-Decoder in der Mitte, rechts das Soundmodul

Der Einbau eines Sounddecoders ist sehr einfach. Die Hauptplatine besitzt nicht nur eine mtc21-Schnittstelle, es wurden auch die Lautsprecherkontakte des Schnittstelle auf zwei Lötpads herausgeführt:

Lötpads für Lautsprecher links oben

Da in der Lok genügend Platz ist, habe ich darauf verzichtet, das serielle Soundmodul auszubauen. Stattdessen habe ich einen weiteren Lautsprecher mit großer Schallkapsel in die Lok geklebt:

11×15 mm Lautsprecher auf 10 mm Schallkapsel

Werks-Sounddecoder mit neuem Soundprojekt bespielen

Gewöhnlich sind bei Märklin und Trix die ab Werk in Loks verbauten Sounddecoder gesperrt, d.h. es lassen sich keine neuen Soundprojekte aufspielen. Bei den neueren Werksdecodern, die auf der Hardware des mSD/3 basieren ist dies jedoch anders. Diese Loks lassen sich mit dem zu der Lok, aus dem der Decoder stammt, passenden Soundprojekt überspielen. Märklin stellt diese Soundprojekte zum Download zur Verfügung.

Um nun aber auf z.B. den Diesel-Sounddecoder einer Trix T44 (#25945) eine Elektroloksound aufzuspielen, muss man einen kleinen Trick anwenden. Man lädt sich das Originalsoundprojekt der Trix-Lok 25945 in das mDecoderTool3, löscht alle Geräusche, die man nicht übernehmen möchte und lädt sich aus der Soundbibliothek des mDecoderTool3 die passenden Geräusche in das vorhandene Soundprojekt. Bei der Gelegenheit kann man dann gleich das Funktions-Mapping anpassen.

Klingt kompliziert? Ist es nicht! Hier stelle ich es in ein paar Schritten mit den entsprechenden Screenshots vor:
1. Soundprojekt des Originaldecoders mit dem mDecoderTool3 laden
Dazu starten wir das mDecoderTool3 und wählen den Menüpunkt „Projekte vom Märklin-Server laden“.

2. Auswahl des Soundprojekts

Nun passt man alle Einstellungen an. In diesem Fall muss ich z.B. die Ausgänge AUX3/4 auf Logikpegel umstellen, weil die Hauptplatine bzw. der Original-mfx-Decoder hier Logikpegel erwartet und keine verstärkten Ausgänge.

Im Bereich Soundauswahl löscht man Soundslots oder zieht einfach einen neuen Sound aus der Soundbibliothek auf einen vorhandenen Soundslot:

Als nächstes passt man das Funktionsmapping an. Für den Kupplungswalzer muss ich statt SUSI F6 und SUSI F8 die Bus-Funktion SUSI F15 einstellen. Außerdem habe ich die Zeiten des Timers noch etwas angepasst.

Hat man das Soundprojekt fertig angepasst, speichert man es auf einen USB-Stick und steckt ihn an der CS2 an. Dort führt man nun wie gewohnt das Soundupdate aus, indem man die beiden Einträge Decoder FDS und Soundflash auswählt:

Nach etwa 30 Minuten ist der Sounddecoder fertig bespielt und aus dem Diesel-Sound der T44 ist ein Elektroloksound der Baureihe 150 geworden.

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2 Kommentare

  1. Hallo Moritz,

    das sind ja Superinformatiomen.

    Ist dieser Patch dann auch resetfest.
    Nicht dass ich nach einem Decoderreset dann doch wieder das alte Projekt drauf habe.

    Grüße HGH

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